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ich mir eine neuwertige, gebrauchte Vixen GP incl. MT1 Motoren für Dec
und Ra, sowie der Steuerung DD-1 zulegte war ich eigentlich der Meinung
nun in dem Lastbereich etwas wirklich vernünftiges zu erwerben. Mechanisch trifft das auch durchaus zu, auf die Steuerung jedoch wirklich nicht. Hier hat Fa. Vixen das Kunststück vollbracht nach ca. 15 Jahren Bauzeit die DD-1 immer noch nicht standfest, zuverlässig und praxisnah hin zu bekommen und das Ganze zu einem sehr hohen Preis. Meine DD-1 machte beim Umschalten auf 32x starke Geräusche und wurde auch erheblich wärmer - obwohl ich die Nachführknöpfe nicht gedrückt hatte, die Steuerung also in normaler Nachführgeschwindigkeit arbeitete. Ich nahm an, daß die Steuerung dann permanent auf Vollschritt umschaltet und dadurch die Geräusche verursacht - dies wurde im nachhinein bestätigt. Im Netz und den entsprechenden Foren sind sehr viele Berichte über abgerauchte DD-1 Steuerungen, zerstörte ICs, verpolte und dadurch zerstörte Steuerungen, blendende grüne!! LEDs und aussetzende Funktionen zu lesen. Auf Anfrage zu meinem Problem bei 32x von mir zog es die Fa. Vixen vor einfach nicht zu antworten. DIE LÖSUNG: Die DD1
sollte nicht direkt an 12V-Batterieen, die eine Leerlaufspannung von
13,6V haben, betrieben werden.
Jürgen
Schmoll hat freundlicherweise die Stromaufnahme seiner DD-1 Steuerung
gemessen und kam zu ähnlichen Werten wie ich: Der Original
Kühlkörper von Vixen ist zu schwach und läßt den Festspannungsregler
in der Steuerung ordentlich schwitzen...hier sind durch thermische
Überlast auch schon einige durchgebrannt.
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Hier die geöffnete DD-1
Steuerung.
Der Deckel des Gehäuses
wurde entfernt, die Platine gelöst, der Kühlkörper herausgenommen und
der Spannungsregler abgebaut. Ich habe ein Aluminiumblech mit mehr als doppelter Fläche, 1,3mm Stärke und Materialbedingt dem 4-5fachen Wärmeleitwert von Stahl eingebaut. |
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Hier der neue
Aluminium-Kühlkörper im Gehäuse.
Eine PDF-Darstellung des Blechs könnt ihr hier anschauen und downloaden: ZEICHNUNG |
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Der neue Kühlkörper wird mit
Cyanacrylat-Kleber (Superkleber) flächig in das Unterteil des Gehäuses
geklebt um einen guten Wärmeübergang zu bekommen. Ich habe den Kühlkörper vorher im Bereich des Spannungsreglers mit Wärmeleitpaste eingestrichen, ganz nach links geschoben, da sonst die Platine nicht mehr in das Gehäuse passt und das Ganze dfann mit Klemmen über Nacht fixiert. Am nächsten Tag habe ich den Kühlkörper mit Isolierband isoliert, da die Platinenrückseite gefährlich nahe ist. Im Testbetrieb wurde das Ganze nach 3 Stunden Dauerlauf bei 32fach nur noch knapp Handwarm, also ERHEBLICH kühler als vorher. |
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Leider haben die Entwickler
von Vixen nie selbst mit ihren Entwicklungen gearbeitet, wie sonst ist es
möglich daß seit 15 Jahren immer noch die Betriebsanzeige in abends
grellem grün erstrahlt und blendet?
Auf Bild 1 ist die LED zu sehen.
Bild 2 zeigt auf der Rückseite die 3 Lötpunkte der LED
In Bild 3 wurde die LED
schon ausgelötet, um 180° gedreht wieder eingelötet und eine Leiterbahn
unterbrochen.
In Bild 4 wurde links und rechts neben der Rille, die die Leiterbahn unterbricht ca 4mm der Leiterbahn freigekratzt und verzinnt.
In Bild 5 ist der nun eingelötete 10.000 Ohm Widerstand zu sehen, der die LED auf wirklich erträgliche Werte dimmt. |
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Hier
ist ein einfacher und billiger, aber effektiver Verpolschutz eingelötet.
Diese einfache Schutz kann natürlich auch für andere Steuerungen oder ähnliches implementiert werden. Es muß natürlich darauf geachtet werden, daß die Dioden genügend Leistung haben. Bei Unsicherheit können zwei 3A-Typen (1N5400) parallel verwenden. Normale Siliziumdioden verursachen jedoch einen Spannungsabfall von 0,7V. Soll möglichst wenig Spannungsabfall verursacht werden, nimmt man eine sogenannte Schottky-Diode mit ausreichender Leistung, die nur 0,3V Spannungsabfall verursacht. EINE Diode ausreichender Leistung ist immer besser als zwei Stück in Parallelschaltung! Man benötigt hier bei der
DD-1 eine Diode mit minimal 1,5A Leistung (1N5400=3A). Zum Einbau wird das rote
Pluskabel an der Platine abgelötet und eine dementsprechende Diode
eingelötet. Nun ist die DD-1
Verpolungssicher und die Eingangsspannung wurde um 0,7V gedrückt....macht
hier wohl Sinn. Sollte mit Batteriepack gearbeitet werden und ist ein Verpolschutz gewünscht, die 0,7V Spannungsabfall aber nicht: Hier kann man einfach Schottky-Dioden verwenden, die nur 0,3V Spannungsabfall verursachen.
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