Lidl-Tuning
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Nachfolgend eine einfache Korrekturmöglichkeit des Zenitspiegels beim Lidl-Refraktor 70/700.
Bei diesem Kult-Refraktor muß teils mit schiefen Prismanspiegeln gekämpft werden
Man kann die Spiegel vorsichtig mit einem Messer aus der Halterung heraushebeln, den "Schaumkleber" entfernen und den Spiegel mit doppelseitigem Klebeband, Silicon , Pattex oder ähnlichem wieder fest einkleben.
Also, durch das Entfernen der dicken Klebeschicht und das erneute Einkleben ist der Spiegel ca 2,5mm tiefer in der Fassung als der Originale.
Dadurch ist das umgelenkte Bild im Okular dann heftig versetzt.
Um das zu verhindern muß die verspiegelte Fläche wieder auf´s selbe Level wie vorher.

Manchmal reicht daß aber nicht oder es müsste noch ein bißchen mehr/weniger sein, der neue Kleber hält nicht oder weiss der Geier was.....
Hier greift alternativ zum Neukleben die nachfolgend beschriebene, sichere Methode:

Schaut euch auch mal unter Astronomie/Tonis Ecke/Lidl-Tuning die Tips von Toni Reuscher zum Lidl an!

 

 

Zuerst muß geprüft werden, ob der Spiegel grade im Zenitspiegelgehäuse sitzt oder nicht!

Um peilen zu können, bekommt der Original-Verschlußdeckel mit einem Edding MITTIG einen Punkt.

Hier wars nötig, da sonst mit der Digicam nicht zu sehen.
Mit dem bloßen Auge wird die Markierung nicht nötig sein. 


Der Zenitspiegel wird nun wieder mitsamt Verschlußdeckel montiert, die Fixierschrauben leicht angezogen.

 


Hier sieht man deutlich, daß der Punkt NICHT zentrisch, sondern nach unten versetzt dargestellt wird.
Die Blickrichtung ist von vorne an der Öffnung nach hinten zum Okularauszug.
Mit der Digicam ist das nicht so einfach einzufangen - mit dem bloßen Auge war der "Effekt" noch wesendlich stärker zu beobachten.
Dies war so ausgeprägt, daß es durch bewegen des wackligen Okularauszugrohres im Tubus nicht zu korrigieren war
Der Spiegel saß schief im Zenitspiegelgehäuse!

Da der Lidl-Okularauszug heftig wackelt, kann es Dir passieren, daß Du den Spiegel nun genau in einer Lage siehst, in der dieser Versatz auftritt. Wenn Du wie nachfolgend beschrieben nun korrigiert hast, drehst Du den Spiegel aber um 180° würde sich der Fehler gar verdoppeln.

Deshalb also prüfen ob der Versatz des Markierungspunktes IMMER viorhanden ist.  Hierzu am besten das Zenitspiegelgehäuse jeweils um 90° gedreht montieren und checken, ob der Versatz IMMER vorhanden ist!


Mit 4 kleinen Kreuzschlitz-Blechschrauben ist der Spiegel im Gehäuse fixiert.
Also die 4 Schrauben lösen und mit einem sehr feinen Schraubendreher oder einer Messerklinge den Deckel "heraushebeln".

Dabei vorsichtig vorgehen, damit der Spiegel nicht durch Abrutschen eines Werkzeugs irgendwelche Macken bekommt.

Der Spiegel darf nicht mit den Fingern auf der verspiegelten Fläche berührt werden.


Da, wie im 3ten Bild sichtbar, die Markierung nach unten wanderte, muß der Spiegel so eingebaut werden, daß er UNTEN - also am verchromten Rohr - weiter absteht.

Das habe ich so gelöst, daß ich einfach mit Heißkleber eine kleine "Raupe" auf die UNTERE Auflagefläche des Spiegels aufgebracht habe.

Keine Angst, die läßt sich einfach wieder lösen!

 

 

 

 

 

 

Hier ist die "Raupe" zu sehen.

Die Gewindebohrungen müssen freibleiben.

 

 

 

 

 

 

Die Höhe der Raupe muß durch Probieren ermittelt werden.
Kein Problem, da sich die Heißkleberraupe sehr gut mit einem Cutter zurechttrimmen läßt.

 


Nachdem die korrekte Höhe der Raupe ermittelt wurde kann der Spiegel wieder montiert werden.

VORSICHTIG!!!!!
Die Schrauben an der "Raupe" dürfen und müssen nicht zu fest angezogen werden, da dort der Deckel hohl liegt und sich bei zu festem Anziehen stark verzieht!

Bei mir sitzt beim Peilen der Punkt nun einwandfrei in der Mitte